Forschungszentrum für Kultur und Informatik, Berlin © Numrich Albrecht Klumpp Architekten

Hochschule für Technik und Wirtschaft, Campus Wilhelminenhof
Das FKI ist der erste von insgesamt vier Bauabschnitten für den Standort Wilhelminenhof der HTW. Das städtebauliche Gesamtkonzept sieht vier Gebäude in gegliederter Reihung mit der schmalen Ansichtsseite zum Spreeufer vor. Die stadträumlich schöne Situation am Ufer der Spree wird mit dem vorgelegten Entwurf durch die offene Bauweise aufgelockert und lässt so eine neue städtebauliche Qualität entstehen, die in spannungsvollem Gegensatz zu den geschlossenen Industriefronten steht. Die Struktur der vorhandenen lang gestreckten Industriegebäude mit Industriehallen und Kopfbauten wird für den Entwurf der Neubauten aufgenommen und modifiziert fortgeführt. So wird die Uferzone aufgewertet und die Maßstäblichkeit der angrenzenden Gebäude aufgegriffen. Das FKI arbeitet ressortübergreifend im Bereich der Kulturwissenschaften und Informatik. Es beherbergt Büros, Seminarräume, ein Motion-Capture-Labor und Multifunktionsbereiche für Konferenzen und Ausstellungen. Die geplante interne Wegeführung ermöglicht die horizontale Anbindung der zukünftigen Ergänzungsbauten auf verschiedenen Ebenen. Die modulare Anordnung der einzelnen Bausteine ergibt eine hoher Flexibilität und erzeugt einen spannungsreichen Raum. Die Gebäudehülle wird zur Energieerzeugung genutzt und ist mit Photovoltaik-Modulen belegt.

Architekt: Numrich Albrecht Klumpp Gesellschaft von Architekten mbH
Projektleitung: Karin Willke, Moritz Müller-Werther
Bauherr: Hochschule für Technik und Wirtschaft, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Wettbewerb: 2011 – 1. Preis
Bauzeit: 2011–2013
Bruttogeschossfläche: 1.950 m2

Fotos: © Nina Straßgütl